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Geschichte

Einführung in die amerikanische Geschichte

Dieses Buch bietet neben einem komprimierten Abriß der amerikanischen Geschichte von der Kolonialzeit bis heute einen Überblick über die Nordamerika - Forschung und Hinweise zu Hilfswissenschaften, Hilfsmitteln sowie zum richtigen Studium. Das Buch ist eine Einführung für alle Studenten der amerikanischen Geschichte.

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Fischer Weltgeschichte, Bd.30, Die Vereinigten Staaten von Amerika

Mit der offensichtlichen Bedeutung der Vereinigten Staaten für die politische, wirtschaftliche und auch kulturelle Entwicklung Europas hat in Deutschland das Interesse an der amerikanischen Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg stetig zugenommen. In den Jahren unmittelbar nach dem Krieg wurden dem informationsbegierigen deutschsprachigen Leser vor allem übersetzte Texte amerikanischer Autoren angeboten, denn die deutsche Geschichtswissenschaft hatte ebenso wie die übrigen nationalgeschichtlich orientierten Universitätshistoriker in Europa die USA als Gegenstand von Forschung und Lehre vernachlässigt. Es fehlte an einführenden Texten, die speziell für nicht-amerikanische Leser geschrieben worden waren.

Der vorliegende Band soll dazu beitragen, diesen Mangel zu beseitigen. Er ist aus europäischer Perspektive geschrieben und versucht, wo immer sinnvoll möglich, amerikanische Erscheinungen durch Verweise auf vergleichbare Entwicklungen in Europa verständlich zu machen. Er behandelt die zweihundert Jahre vom Beginn des massiven Widerstandes eines Teiles der etwa zwei Millionen Kolonisten gegen König und Parlament in den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts bis hin zu den sozialen und politischen Problemen der Weltmacht mit einer Bevölkerung von 200 Millionen in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Anstelle einer faktenüberladenen "Gesamt"-Darstellung bietet der Band einen Überblick über die Entwicklung zentraler Probleme: die amerikanische Revolution und die Verfassung und Konsolidierung des jungen Nationalstaats (1. Kapitel), Sklaverei und Bürgerkrieg (2. Kapitel), die industrielle Revolution in Amerika (3. Kapitel), die Masseneinwanderung im 19. und 20. Jahrhundert (4. Kapitel), soziale Probleme, Reformbewegungen und Imperialismus in den Jahrzehnten vor und nach 1900 (5. Kapitel), der Boom der 1920er sowie die Wirtschaftskrise und die "New Deal"-Reformmaßnahmen Roosevelts in den 1930er Jahren (6. Kapitel), die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf die amerikanische Gesellschaft und der Kalte Krieg (7. Kapitel), die erneuten Anläufe zur Besserstellung der Schwarzen und zur Lösung anderer sozialer Fragen unter den Präsidenten Kennedy und Johnson und der Krieg in Vietnam (8. Kapitel), schließlich die Probleme der Republik nach 200 Jahren unter ihren Präsidenten Nixon und Ford (9. Kapitel).

Der Band ist in sich abgeschlossen. Zur weiteren Information des allgemein oder wissenschaftlich interessierten Lesers enthält er ein nach Sachgebieten geordnetes, besonders umfangreiches Literaturverzeichnis. Ein Personen- und Sachregister erleichtert dem Leser die Orientierung.

Bild Halleluja. Die Geschichte der USA

Es gibt Tausende von Büchern über Amerika, aber in keinem steht eine Behauptung wie diese: "Daß es die Vereinigten Staaten von Amerika gibt, verdanken wir vor allem den Briten. Hätten sie nicht die Indianer ausgerottet, so würde Amerika ein ganz anderes Schicksal erfahren haben. Es hätte das Schicksal Afrikas gehabt.

Fernaus Geschichte der USA ist anders. Den Griechen galt die ganze Liebe des Autors, und auch unter den Römern fand er immer wieder eine Gestalt für sein Herz. Über den Atlantik aber fliegt es nie. Es bleibt unberührt von dem Rausch des Aufstiegs, dem Rausch der Parolen, dem Rausch der Macht. Wenn es hörbar schlägt, dann für zwei Besiegte: die physisch vernichteten Indianer und das seelisch vernichtete Europa, insbesondere das deutschsprachige, von heute. Dann zeigt sich, daß das Herz des Autors nicht nur lieben kann.